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Home Ernährung Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht.
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Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht.

1. Februar 2018
Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht
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Seit knapp vier Monaten ernähre ich mich jetzt strikt glutenfrei. Das fällt mir nicht immer leicht und die meiste Zeit würd ich mir wünschen, ich müsste es nicht. Niemals würde ich jemandem, der nicht muss, eine glutenfreie Ernährung empfehlen – ich bin nämlich nicht wie so viele der Meinung, dass Gluten die Ursache allen Bösens ist. Aber von Anfang an.

Ich hab ja vor einiger Zeit ein kleines Experiment gemacht – und mich eine Woche lang glutenfrei ernährt. Eigentlich wollt ich nur schauen, ob diese Ernährungsweise wirklich im Zusammenhang mit Hashimoto steht und ob ich eine Besserung merke, da ich immer wieder Beschwerden nach dem Essen bekommen habe und mir nicht sicher war, wodurch diese ausgelöst waren. Aus einem kleinen Experiment wurde ein großes Problem – nach dieser Woche hab ich nämlich auf einmal gar kein Gluten mehr vertragen. Wann immer ich nach dieser Woche auch nur ein kleines bisschen Gluten zu mir genommen habe, hab ich sofort Bauchbeschwerden bekommen, die von leichtem Bauchzwicken bis hin zu Blut im Stuhl gereicht haben. Alles nicht sehr lustig auf jeden Fall, weshalb ich mir dann auch wieder einen Termin zur Darmspiegelung ausgemacht habe (meine zweite innerhalb der letzten drei Jahre). In der Zwischenzeit habe ich einen Bluttest auf Zöliakie gemacht – negativ. Puh, gottseidank.

Ich hab dann die vier Wochen bis zur Darmspiegelung selbst herumprobiert. Was vertrage ich, was vertrage ich nicht, wann bekomme ich Bauchweh, wann nicht. In dieser Zeit habe ich verstärkt gemerkt, dass ich wirklich nur Bauchbeschwerden (Durchfall, Magenkrämpfe, …) bekomme, wenn ich glutenhaltige Speisen zu mir nehme. Ganz stark bei Weizen- und Dinkelprodukten, aber auch bei Roggen. Also die Darmspiegelung. Bei der Darmspiegelung ist, wie schon bei der letzten vor drei Jahren, rausgekommen, dass ich eine leichte Entzündung im Darm habe – aber an einem anderen Abschnitt als vor vier Jahren (damals war’s ja der Dünndarm-Dickdarm-Übergang, der typisch für eine Morbus Crohn Erkrankung wäre). Die Darmzotten waren aber relativ unauffällig und auch sonst hat nichts auf Zölikaie hingedeutet (gottseidank). Alle gängigen chronischen Darmerkrankungen konnten auch ausgeschlossen werden (gottseidank).

Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht
Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht

Am Anfang war ich etwas enttäuscht, dass nichts „gefunden“ wurde. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass ihr jahrelang Beschwerden habt, nach fast jeder Mahlzeit Durchfall bekommt, gar nicht wisst, wie sich ein Bauch, der nicht wehtut, anfühlt und gar nicht mehr auswärts essen gehen wollt, weil euer Bauch danach immer rebelliert. Irgendwann ist man so weit, dass man sich einfach nur noch eine Antwort wünscht. Einen Grund, warum es so ist, wie es ist und eventuell eine Lösung, wie es besser werden kann. Ohne Diagnose kommt diese Lösung halt erstmal nicht.

Ich hab dann aber ein bisschen mit dem Arzt geredet und ihm alles beschrieben, was so in meinem Körper seit Jahren vorging und hab ihm auch davon erzählt, dass ich es selbst ganz stark bei glutenhaltigen Lebensmitteln merke, dass ich Hashimoto habe und auch vor Jahren eine Fruktosemalabsorption bei mir festgestellt wurde. Der Arzt hat dann gesagt, dass es ja nicht nur die eine Glutenintoleranz gibt – sondern ganz viele verschiedenen Unterformen und Abstufungen. Er meinte, dass es sehr gut sein kann, dass meine Entzündung im Darm und meine ganzen Beschwerden vom Gluten kommen und dass die ganzen Weizen- und Dinkelsorten heute einfach schon so überzüchtet und manipuliert sind, dass sie von manchen Menschen ganz schwer verträglich sind. Er hat mir empfohlen, mich ein bis zwei Jahre lang ganz streng glutenfrei zu ernähren – und dann langsam wieder zu versuchen, Gluten in geringen Mengen zu essen (und hoffentlich zu vertragen). Er meinte, dass es sehr wohl sein kann, dass ich meinen Darm so wieder „heilen“ kann und irgendwann auch wieder Gluten ohne Probleme essen kann (ich hoffe) und dass in Wahrheit das Selbstempfinden einer der wichtigsten Punkte bei der Diagnosenstellung ist.

Daheim hab ich’s also gleich probiert und angefangen mich ganz strikt glutenfrei zu ernähren. Ich hab mich ja davor schon zu 95 Prozent glutenfrei ernährt – aber habe eben immer wieder meine Grenzen ausgetestet, weil man ja vor der Darmspiegelung auch noch Gluten essen soll, damit das Ergebnis auch wahrheitsgetreu ausfällt. Ich kann die Tage, an denen ich in den letzten 3 Monaten Bauchbeschwerden hatte, an einer Hand abzählen – was eine wahnsinnige Verbesserung meiner Lebensqualität bedeutet. Früher hatte ich jeden Tag, nach fast jedem Essen, Beschwerden – heute nur noch ganz, ganz selten. Wenn ich dann Probleme bekomme, ist das meistens, wenn ich auswärts esse, und nicht sicher bin, was ich da wirklich zu mir nehme. Mir geht’s also endlich, endlich besser und ich drück ganz fest die Daumen und hoffe, dass das auch so bleibt. Auch wenn es selten Spaß macht, sich glutenfrei zu ernähren, man mit sehr vielen Einschränkungen und Hürden zu kämpfen hat und fast alles in der nicht-glutenfreien-Variante besser schmeckt, ist das für mich aktuell die beste Lösung und eigentlich die einzige, die wirklich hilft.

Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht
Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht

Vor etwa zwei Jahren wurde ja eine Fruktosemalabsorption bei mir festgestellt. Ich hab mich damals strikt fruktosefrei ernährt und hab auch gar kein Obst und vor allem kein Gemüse vertragen. Einen Saft zu trinken war undenkbar für mich. In der Zwischenzeit hab ich gelesen, dass nicht nur Hashimoto mit Glutenunverträglichkeit zusammenhängt, sondern auch Fruktosemalabsorption. Seit ich mich glutenfrei ernähre, vertrage ich auch Fruktose wieder viel, viel besser und habe eigentlich gar keine Probleme mehr – nicht mal, wenn ich Säfte trinke, was davor halt gar nicht ging.

Wenn ich Smoothies trinke, dann übrigens die von truefruits – aber ich glaub das wisst ihr mittlerweile eh schon. Ich lieb die Menschen, die dahinter stehen, ich lieb die Messages, ich lieb den Upcycling-Gedanken (dazu hab ich hier ja schon mal mehr geschrieben), ich lieb die Kreativität und vor allem lieb ich die Smoothies! Neu gibt’s von truefruits jetzt den #creamie mit ganz viel Pfirsich – also an und pfirsich ganz lecker! :D Kokos- und Cashews machen den Smoothie super cremig, Pfirsich und Maracuja schön fruchtig. Banane und Apfel runden ab. Ich lieb ihn und bin froh, dass ich sowas jetzt endlich wieder trinken kann (und hoffentlich dann auch ganz bald wieder jeden erdenklichen Kuchen, Pasta beim Italiener und meinen geliebten Grießbrei).

Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht
Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht

*WERBUNG
in freundlicher Zusammenarbeit mit truefruits.
Die Meinung, die ich hier vertrete, ist aber, wie immer, zu 100% meine eigene.

Warum ich mich glutenfrei ernähre und wie es mir damit geht. was last modified: Januar 18th, 2019 by hellopippa
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antworten
Katja 6. Februar 2018 um 23:23

Ich kann diesen Beitrag so gut nachvollziehen. Die ganzen Symptome sind mir seid knapp 5-6 Jahre bekannt und auch das nichts gefunden wird. Ich esse seit ca. 3-4 Jahren überhaupt nicht mehr auswärts und selbst bei Familie & Freunden nur wenn ich mich dort auch so richtig richtig wohlfühle. Die Lebensqualität wird wirklich wahnsinnig eingeschränkt und ich hoffe nur bald auch den richtigen Weg für mich zu finden.
Es freut mich, dass du mittlerweile kaum noch mit Symptomen zu kämpfen hast, hoffentlich bleibt es so und du kannst Gluten irgendwann wieder beschwerdefrei genießen. :) ♥

antworten
Elisabeth Prange 1. Februar 2018 um 22:32

Du sprichst mir aus der Seele , genau ein Jahr lang habe ich jetzt Magenprobleme,war bei Ärzten deutschlandweit uns keiner kannte eine Lösung , ich habe an mir selbst gezweifelt ,mir wurde eingeredet es wäre die Psyche der Stress die uni und so weiter aber ich war mir sicher das ist es nicht ,habe alles ausprobiert und gemacht und geatan .Ende von Lied ist das ein Spezialist in Berlin herausgefunden hat das ich defekte bauchspeicheldrüse hab und deswegen kein fett spalten kann und keine vertrage,eine refluxkrankheit habe und auch Gluten ist bei mir ein leidiges Thema. Naja da steht man nun mit gleich drei Diagnosen,aber immer noch besser als keine und Ungewissheit . Seit diesem Tag an geht’s auch bei mir Berg auf,es gibt immer noch Tage da würd ich am liebsten die Wände hoch gehen aber meine Lebensqualität hat sich um 100 Prozent gesteigert auch wenn meine geliebten Pizza ,Pommes &Nudeln der verganngenheit angehören.
Danke für diesen Artikel 💖

antworten
Sandra Slusna 1. Februar 2018 um 21:21

Sehr toller Beitrag! Das tut mir echt mega leid für dich, ich könnte mir nie nie nie vorstellen, mich gluteinfrei zu ernähren, alleine beim auswärts essen ist es meeega schwer!!! Ich würde mich ebefalls über gluteinfreie Rezepte und Ideen fürs Kochen freuen!
Liebe grüße, Sandra

antworten
Pauline 1. Februar 2018 um 20:18

Eine super interessante Story! Ich habe selbst überhaupt kein Problem mit gluten (zum Glück) dafür aber mit zu viel rohem Obst oder auch Gemüse. Das vertrage ich in normalen Mengen nicht und muss damit immer aufpassen bzw. es erhitzen. Was irgendwie doof ist, weil man ja eigentlich sagt, 5 Portionen Obst und Gemüse sind gesund bla bla :D Aber das ist halt nur die halbe Wahrheit!
Ich kann dir übrigens sehr das Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“ empfehlen! Da geht es um verschiedene tolle und natürliche Methoden verschiedene Beschwerden zu minimieren und auch um Gesundheit allgemein. Ein sehr gutes Buch und wirklich für jeden lesenswert!

Liebe Grüße
Pauline <3

antworten
Anna 1. Februar 2018 um 8:01

Ein sehr schöner Beitrag und ich hoffe, es geht weiterhin so gut bergauf für Dich! 😊
Ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir und bin nun auch bei glutenfrei angelangt.. deswegen würde ich mich sehr über glutenfreie Rezepte und Food-Inspos von Dir freuen! 😊

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Schön, dass du da bist.

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Angie

Naturverbunden, interessiert an Nachhaltigkeit und wie man unsere Welt ein Stück besser machen kann, das Herz am richt'gen Fleck, süchtig nach süßen Naschereien, Yoga, und meinen beiden Hündinnen Pippa und Boo.

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